Im Westen Sonne - heiß und im Osten Wolken - nicht ganz so heiß
4:45 Uhr! Abfahrt zum Vulkan Piton de la Fournaise (2.631 m). Unterwegs noch sternenklarer Himmel, immer entlang der Route du Volcan (R.F. 5). Zuerst noch links und rechts ordentlich bewachsene Berghänge, dann wurde es immer flacher und kargwüchsiger (Plaine des Sables). 6:10 Uhr Ankunft am Point de vue - Pas de Bellecombe (2.352 m) bei nur 9,5°C (Thilo ohne Jacke und nur in kurzer Hose). Sturm. Totaler Nebel. Nieselregen.
10 andere parkend-frierende Touristen-Autos. So haben wir im Auto gewartet, bis dann doch etwas die Wolken verschwanden. Schnell raus aus dem Auto (auf einmal war es gleich etwas wärmer) und die Technik zum Filmen und Knipsen gezückt für eine gigantische Sicht sowie einem wundervollen Lichtspiel bei Sonnenaufgang.
Von dort sind es 180 km bis nach Mauritius und 9.500 km bis nach Paris. 6:45 Uhr wagten wir einen Abstieg (Serpentinentreppe) 100 m tief auf die Ebene Caldera Enclos Fouqué (14 km im Durchmesser) über die merkwürdig geformten Klippen ("Stricklava"), tiefen Risse und den natürlich gewachsenen Grotten zum und auf den kleinen Krater Formica Léo (1768 entstanden). Immer dem mit weißen Punkten gekennzeichneten Weg entlang. Nach dieser Faszination ging es wieder an den weißen Punkten entlang zurück. Beim Aufstieg der Serpentinentreppe kam der nasse, dichte Nebel wieder = Null Sicht. 7:10 Uhr oben angekommen haben wir den Vulkan verlassen und den nächsten Stopp angefahren: Aussichtspunkt Nez de Boeuf (2.136 m) mit Blick in den grünen Canyon des Rivière des Remparts (Düsenflieger im Tal der Berge), weiter Richtung Boise Corte. 9:30 Uhr.
Wieder sonnig, denn wir sind ein paar Meter niedriger (1.388 m). Eine klasse Wasseruhr wie im Berliner Europacenter und ein fantastischer Blick auf das 600 m tiefer liegende Grand Bassin mit seinem Wasserfall und der kleinen Ortschaft. Immer noch sind die Einwohner im Tal auf den Lastenaufzug direkt hier am Aussichtspunkt angewiesen (oder langer Fußmarsch oder Helikopter).
10:00 Uhr zurück ins Hotel, um dann unser lecker gekauftes reifes, süßes Obst (Ananans, Mangos, Bananen, Letchis, Birnen, Äpfel) zu essen bis 12:00 Uhr. Mittagsruhe. 13:00 Uhr sind Heinrichs mit dem Bus nach St-Pierre. Wir anderen Richtung St-Philipp über die D3 Bérive, Les Lianes, St-Joseph
und kurz vor Baril rechts zum Cap Méchant [=hinterhältig] (Steilküste, Brandung) mit interessanten
Baustellen»ampelmännern«.
Auch hier gab es wieder einen kurzen, heftigen Regenguss, welcher aber überhaupt nicht störte bei dieser herrlichen Sonne + Wärme. Nach wundervoller Aussicht und der wilden Küste mit den scharfkantigen Lavaklippen und Riffen
sind wir 15:30 Uhr zurück entlang der Süd-Küste auf der N2 über Basse Valée, Vincendo, Langevin, St-Joseph (Berufsverkehrstau), dem Fischerdorf Manapany-les-Bains, Grand Anse, Grands-Bois.
In St-Pierre wollten wir endlich mal ins Wasser, doch bei diesem Sandsturm haben wir uns lieber für einen Imbiss außerhalb des Strandes entschieden (3 Hot Dogs, Getränke und Eis für alle, mhhh). Über Handy auch Heinrichs erreicht, welche dann zum Strand kamen, so dass wir gemeinsam 17:40 Uhr nach Le Tampon sind und 19:00 Uhr im Restaurant "Aux delices des iles" kreolische Küche aßen. 21:15 Uhr im Hotel. Gute Nacht 22:30 Uhr.